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    Verständnis von Vermaßung und Begrenzung: Ein umfassender Leitfaden für Grundstückseigentümer

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    Sep 19, 2023
    Verständnis von Vermaßung und Begrenzung: Ein umfassender Leitfaden für Grundstückseigentümer

    Als Grundstückseigentümer ist es wichtig, ein klares Verständnis für die Abmessungen und Begrenzungen Ihres Grundstücks zu haben. Eines der ältesten Systeme zur Beschreibung dieser Details ist das Vermaßungs- und Begrenzungssystem. Dieses System mit seiner einzigartigen Sprache und Terminologie kann oft verwirrend und komplex erscheinen. Dennoch kann ein tieferes Verständnis von Vermaßung und Begrenzung wertvolle Einblicke in die Geschichte Ihres Grundstücks und seine genauen geografischen Grenzen bieten.

    Das Vermaßungs- und Begrenzungssystem hat seinen Ursprung in England und wurde später in den Vereinigten Staaten übernommen, insbesondere in den originalen dreizehn Kolonien. Es handelt sich um eine Methode zur Beschreibung von Land mit Hilfe von Geländemerkmale, Richtungsangaben und Entfernungen. Der Begriff „vermaßung“ bezieht sich auf Maßangaben, normalerweise in Fuß, Yard oder Rute, während „begrenzung“ physische Grenzen wie Flüsse, Straßen oder benachbarte Grundstücke bezeichnet.

    Um die Sprache der Vermaßung und Begrenzung zu entschlüsseln, ist es wichtig, sich mit den verwendeten Begriffen vertraut zu machen. Ein „Ausgangspunkt“ (POB) ist ein entscheidender Begriff in diesem System. Es bezieht sich auf den Ausgangspunkt der Grundstücksbeschreibung, von dem aus alle Maßangaben und Beschreibungen erfolgen. Der POB ist in der Regel ein erkennbares, dauerhaftes Merkmal wie ein Baum, ein Fels oder eine Ecke eines bestehenden Grundstücks.

    Die Beschreibungen nach dem Vermaßungs- und Begrenzungssystem verwenden oft Kompassrichtungen, die in Grad, Minuten und Sekunden angegeben sind. Die Kompassrichtung wird normalerweise von einer Entfernungsmessung begleitet. Zum Beispiel könnte eine Beschreibung lauten: „Nord 45 Grad Ost, 200 Fuß“. Das bedeutet, dass man vom POB aus in eine Richtung von 45 Grad östlich des wahren Nordens für eine Entfernung von 200 Fuß reist.

    Es ist wichtig zu beachten, dass das Vermaßungs- und Begrenzungssystem stark auf natürlichen und von Menschen geschaffenen Orientierungspunkten beruht. Diese Orientierungspunkte können Flüsse, Straßen, Bäume und Steinmauern umfassen. Allerdings kann diese Abhängigkeit von physischen Merkmalen auch zu Komplikationen führen. Im Laufe der Zeit können sich diese Merkmale verändern oder verschwinden, was eine genaue Identifizierung der Grenzen erschweren kann.

    Das Vermaßungs- und Begrenzungssystem verwendet auch „Veranrufungen“, um die Begrenzungen des Grundstücks zu beschreiben. Eine Veranrufung kann sich auf verschiedene Dinge beziehen, darunter eine spezifische Entfernung und Richtung, ein Verweis auf ein physisches Merkmal oder eine Erwähnung eines benachbarten Grundstücks. Zum Beispiel könnte eine Veranrufung lauten: „dann weiter nach Norden zur Eiche“, was eine Grenzlinie nach Norden zu einer Eiche hin bedeutet.

    Trotz seiner Komplexität bietet das Vermaßungs- und Begrenzungssystem einen reichen historischen Kontext. Es bietet Einblicke in die lokale Geografie und Orientierungspunkte zum Zeitpunkt der Beschreibung. Dies kann besonders faszinierend sein für Grundstückseigentümer, die an der Geschichte ihres Landes interessiert sind.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Verständnis des Vermaßungs- und Begrenzungssystems eine lohnende Aufgabe für Grundstückseigentümer sein kann. Es hilft nicht nur, die Grundstücksgrenzen genau zu identifizieren, sondern bietet auch einen historischen Einblick in das Land. Durch das Entschlüsseln der Sprache der Vermaßung und Begrenzung können Grundstückseigentümer eine tiefere Wertschätzung für die einzigartigen Eigenschaften ihres Grundstücks und seinen Platz in der weiteren Landschaft gewinnen.

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